KI-Blase: Die Wall Street wettet schon auf Pleiten

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KI-Blase: Die Wall Street wettet schon auf Pleiten

Google hat sich im Februar Geld für 100 Jahre geliehen. Das hat seit Motorola 1997 kein Tech-Konzern mehr gemacht, und es ist nur ein kleiner Teil der Schulden, die gerade für Rechenzentren aufgenommen werden. Die großen Cloud-Konzerne investieren heuer rund 700 Milliarden Dollar in KI-Infrastruktur, ein wachsender Teil davon kommt aus Krediten.

Darüber habe ich mit Furkan gesprochen, dem ich auf CoinCheck TV seit Jahren zuhöre. Als Finanz- und Kryptoanalyst schaut er vor allem darauf, wie dieser Boom bezahlt wird. Das größte Risiko sieht er darin, dass Konzerne Schulden über Jahrzehnte für Hardware aufnehmen, die vielleicht nach fünf Jahren veraltet ist. Profis an der Wall Street sichern sich inzwischen gegen Pleiten von KI-Firmen ab. Und an der Börse zeigt sich ein seltsames Bild. Der S&P 500 liegt nahe am Rekord, während rund die Hälfte der US-Aktien mehr als 20 Prozent unter ihrem Höchststand notiert. Die Rekorde hängen an wenigen KI-Konzernen.

Für einen Weltuntergang hält Furkan das trotzdem nicht. Den Vergleich mit der Dotcom-Blase findet er unpassend, weil damals deutlich mehr auf Pump lief und ein großer Teil der verlegten Glasfaser nie genutzt wurde. Von Crash-Propheten wie Michael Burry (Investor, bekannt aus „The Big Short“) hält er wenig. Im Gespräch erklärt er auch, warum die US-Notenbank die Zinsen gerade kaum senken kann und was Stablecoins mit den US-Schulden zu tun haben.

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