Mit KI reich werden? Er hat's probiert, Ertrag: 50 Euro

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Mit KI reich werden? Er hat's probiert, Ertrag: 50 Euro

Liebe Leute,

Anfang Juli, 38 Grad in Wien. Daniel Koller liegt mit seinem sechs Monate alten Kind auf der Couch, nimmt sein Handy, greift damit auf den Mac Mini im Nebenzimmer zu und lässt eine KI eine komplette Website bauen. Gegen 18 Uhr ist sie online. Er hat keine einzige Zeile Code gelesen.

Das ist bemerkenswert, weil Koller sonst genau das Gegenteil macht. Er war jahrelang Tech-Journalist beim Standard, arbeitet heute als Entwickler, und seine Regel bei bezahlter Arbeit lautet: jede Zeile lesen. Sonst, sagt er, brauche es ihn ja nicht.

Die Seite lief. Ein paar tausend Besucher am Tag zu Spitzenzeiten. Und dann schaut er nach, woher der Traffic kommt, und findet ChatGPT. Die Maschine schickt ihm Leser auf Texte, die eine Maschine geschrieben hat. Sein Wort dafür: Garbage in, Garbage out.

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Worüber wir außerdem gesprochen haben:

Warum Grundlagenwissen durch KI wichtiger wird und nicht unwichtiger. Sein Bild dafür: ein mächtiges Werkzeug in den richtigen Händen und ein Slop-Tool in den falschen.

Was der Unterschied zwischen "mit KI lernen" und "von KI lernen" ist, und warum nur eines davon klüger macht.

Und warum man niemandem glauben sollte, der behauptet, mit KI reich geworden zu sein. Die Millionen Projekte ohne einen einzigen Nutzer sieht man nämlich nicht.

Das Interessanteste an der Folge ist für mich, dass das Experiment funktioniert hat und er das Ergebnis trotzdem Müll nennt.

Viel Spaß beim Hören,
Florian